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Hausautomation selber machen

Hausautomation selber machen

Veröffentlicht am 10.12.2019 in , ,

Hausautomation selber machen oder nicht? Ich habe angefangen meine Wohnung Stück für Stück in ein Smarthome zu verwandeln wobei ich über die Jahre die unterschiedlichsten Technologien verwendet habe.

Dabei bin ich auf einige Probleme gestoßen die mich dazu bewogen haben das Ganze zu überdenken und mir einige Regeln aufzuerlegen.

Ich möchte das hier teilen in der Hoffnung, dass ich dem einen oder anderen einige Probleme ersparen kann. Außerdem erhoffe ich mir davon eine Diskussion anzustoßen und auch andere Meinungen zu dem Thema zu erfahren.

Warum Hausautomation selber machen

  • Es macht Spaß und man lernt viel dabei
  • Maßgeschneiderte Lösungen möglich
  • Unterschiedliche Technologien verknüpfen
  • Ein einziges System für alles (Licht, Heizung, Musik,...)
  • Keine Cloud notwendig
  • Sicherheit

Was spricht gegen eine selbst gemachte Hausautomatisierung?

  • Benötigt viel Zeit und Know How
  • Kein Support im Fehlerfall
  • Bastellösung
  • Rückbau bei Auszug/Verkauf
  • Wartbarkeit von Dritten

Welche Technologie soll verwendet werden

Im Prinzip soll die für den Anwendungsfall die am besten passende Technologie verwendet werden. Licht über WLAN zu schalten ist nicht die beste Idee, genauso wenig wie Musik oder Video über ZigBee zu streamen.

Wichtig ist dabei nur, dass die Technik möglichst offen und weit verbreitet ist, wobei ich mit offen nicht Sicherheitstechnisch offen meine :-). Ich vermeide es proprietäre Hardware sowie Software zu verwenden.

Ein Beispiel: Vor einigen Jahren habe ich meine Heizung mit ELV FS20 STR-2 Thermostaten aufgerüstet damit ich jeden Raum einzeln regeln kann. Das hat viele Jahre wunderbar geklappt, bis dieses Jahr ein Thermostat das zeitliche segnete und ich erfahren musste, dass ELV das Produkt eingestellt hat. Nachdem das Protokoll proprietär ist gibt es auch keine Alternative dazu weshalb ich die Dinger wegwerfen kann.

Offene Protokolle

Unter offene Protokolle verstehe ich etwa ZigBee oder Enocean. Diese werden von unterschiedlichsten Hersteller verwendet sind aber grundsätzlich untereinander kompatible. Was aber nicht heißt, dass das alle Hersteller auch so sehen 😉

MQTT ist das IOT Protokoll schlichtweg und wird, gerade im Bereich "selber machen", von den meisten Plattformen unterstützt.

Software für Homeautomation

Wie auch bei den Protokollen setze ich her auf offene Software am besten Open Source. Das hat den Grund, dass falls es die Firma, die hinter der Software steht, plötzlich nicht mehr gibt ich nicht im Regen stehen möchte.

Ich habe lange nach einer Software gesucht die möglichst verbreitet ist, möglichst viele Protokolle unterstützt, Open Source ist und auch noch die Anforderung der Hausautomation erfüllen kann.

Gelandet bin ich bei Node-Red. Nicht das beste Tool für ein Smarthome, aber sicher das flexibelste. Es gibt so gut wie kein Protokoll oder Service das nicht irgendwie von Node-Red unterstützt wird. Zusätzlich enthält es ein rudimentäres Dashboard um ein Userinterface zu bauen.

Nachdem meine ELV Thermostate ja raus müssen habe ich mir für Testzwecke ein paar Xiaomi Aquara Sensoren auf ZigBee Basis besorgt und die in ca. einer halben Stunde in mein Dashboard integriert.

Das schöne daran ist, dass das Node-Red Dashboard responsiv ist und ich mein Dashboard am PC, Tablett oder auch Handy nutzen kann.

Natürlich gibt es viele weitere Programme für das DIY Smarthome.

So, das war es für heute, im nächsten Teil geht es dann um Nachhaltigkeit, Aufbau der Infrastruktur (Zentra, Dezentral) und den SPI (Single Point of Informtion)

Gerne kannst du deine Meinung zu diesem Thema in den Kommentaren kundtun, das hoffe ich sogar. Bis bald.

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3 comments on “Hausautomation selber machen”

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